Rhume Mühlen Café - Juli 2026
Gemeinsames Frühstück der Parkinson Selbsthilfegruppe Osterode
Am Mittwoch, den 8.07.26 fand unser monatliches Treffen nicht wie gewohnt im Ratskeller Osterode statt, sondern im Rhume Mühlen Café in Bilshausen. Dieses kleine gemütliche Cafe, in einer ehemaligen Mühle betrieben, hat einen besonderen Charme. Am Treffpunkt Bleichestelle wurden Fahrgemeinschaften gebildet und dann ging es gemeinsam los.
Dieses Mal gab es eine Besonderheit. Das Routinetreffen sollte als „Sommerfest“ gefeiert werden.
Unser Organisationstalent Heike hatte für 10 Uhr ein Frühstücksbuffet bestellt, für das wir gerne eine Eigenbeteiligung geleistet haben. Überrascht wurden alle von einem mehr als üppigen Angebot auf den Tischen, so dass keine Wünsche offenblieben. Folglich streckte sich unser Frühstück bis in den Mittag hinein.
Viele haben sich auf das Wiedersehen gefreut, was dann auch zu intensiven Gesprächen führte. Schließlich gab es viel zu berichten, wie die Mitglieder die vorherige Hitzeperiode überstanden haben, welche Pläne es für einen eventuellen Sommerurlaub oder kleinen Ausflug gibt und wie gut oder schlecht der letzte Klinikaufenthalt verlief. Der Austausch tat gut, jeder wurde einbezogen.
Da wir in einer alten Wassermühle saßen, bot uns der Mühlenwirt eine kleine Führung durch die verbliebene Anlage an.
Das Cafe´ liegt idyllisch an der Kanustrecke zwischen Gieboldehausen und Lindau im Eichsfeld. Unter dem Gasthof fließt der Rhume-Kanal als Abzweig der Rhume entlang.
Die Geschichte der Mühle beginnt 1266, da legte der Ritter Bodo den Mühlgraben mit Schaufel und Eimer an. Danach erwarben die Herren von Plesse, Bischof Otto von Hildesheim, die Herren von Hardenberg und im Jahre 1660 der Mainzer Kurfürst die Anlage.
1746 wurde dann das Fachwerkhaus mit 2 Mühlenrädern gebaut. Nun wurde Korn gemahlen. 1902 wurden die Wasserräder durch die 1.Turbine ersetzt und es wurde Strom erzeugt. Im ersten Weltkrieg, Strohmühle und dann Papiermühle. Das dritte Mühlenrad wurde dann 1921 durch die 2.Turbine ersetzt. Später wurde Holzmehl für Fußböden produziert.1957 wurde mit dem Mühlengesetz die Mühle entschädigt und gab das Mahlrecht für 30 Jahre ab. 2008 erwerben Nobelpreisträger Dr.Neher und U.Brandl die Mühle und renovieren Gebäude und Technik. Heute noch wird in der Mühle, mit viel lauter Technik Strom erzeugt, der eingespeist wird, 30 bis 60 kWh sind möglich.
Im Jahre 2014 eröffnete dann Christl Foit-Bartels das Rhume Cafe, unter deren Gemäuer die Rhume rauscht und fleißig Strom erzeugt wird. Von diesem Ort sei die Hildesheimerin sofort verzaubert worden und hat die Räumlichkeiten mit viel Liebe neugestaltet.
Das war ein kleiner interessanter Ausflug in die Historie dieses kleinen „Mühlen Cafe´s“.
Welches von außen eher unscheinbar daherkommt.
Die Planung für diesen Tag sah auch noch eine Partie Minigolf, auf dem in der Nähe liegenden Platz, vor. Für die meisten war aber das bisher erlebt genug, so das auf Minigolf verzichtet wurde. Es war auch so für alle ein sehr schönes Event.


